Yogalehrerinnen und Yogalehrer begegnen im Unterricht nicht nur Körpern, sondern Menschen mit ihrer Geschichte, ihrem Nervensystem, ihren Grenzen und ihren inneren Prozessen. Gerade in einem körperorientierten Übungsweg wie Yoga können emotionale Themen, alte Schutzmuster, Unsicherheiten oder traumatische Erfahrungen berührt werden, auch ohne dass sie ausdrücklich benannt werden.
Dieses Wochenende richtet sich an Yogalehrende, die ihre Sensibilität für solche Prozesse vertiefen und sicherer mit komplexeren Unterrichtssituationen umgehen möchten.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Yoga so unterrichtet werden kann, dass Menschen sich sicherer, klarer und selbstbestimmter in ihrer Praxis bewegen können. Es geht nicht darum, therapeutisch zu behandeln, sondern darum, eine traumasensible Haltung zu entwickeln, Grenzen zu respektieren, Überforderung zu erkennen und den Unterricht differenzierter, bewusster und verantwortungsvoller zu gestalten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung von Körper, Atem, Emotion und Nervensystem. Wir betrachten, wie sich innere Zustände in Haltung, Atmung, Körperspannung, Blick, Reaktionsmustern und Präsenz zeigen können und wie Lehrende darauf angemessen reagieren können.
Inhalte- Grundlagen traumasensibler Haltung im Yogaunterricht
- Arbeit mit dem emotionalen Körper im Kontext von Asana, Atem und Präsenz
- Erkennen von Überforderung, Rückzug, Erstarrung und innerer Aktivierung
- Umgang mit anspruchsvolleren Unterrichtssituationen
- Yoga bei Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Verletzungen oder komplexeren Konstitutionen
- Die Rolle von Wahlfreiheit, Sprache, Tempo, Raum und Grenzen
- Stabilisierung, Erdung und Orientierung als Grundprinzipien
- Verbindung von Yogaphilosophie, Selbstwahrnehmung und moderner psychologischer Perspektive
- Verfeinerung der eigenen Lehrmethoden und Entwicklung eines klareren, authentischeren Unterrichtsstils
ZielMehr Sicherheit, Sensibilität und Klarheit im Umgang mit emotionalen Prozessen und komplexen Situationen im Yogaunterricht.
Die Teilnehmenden lernen, traumasensible Prinzipien besser zu verstehen und in ihren Unterricht zu integrieren, ohne die Rolle als Yogalehrende zu verlassen oder therapeutische Grenzen zu überschreiten.
Für wen ist diese Fortbildung geeignet?Diese Fortbildung richtet sich an:
- Yogalehrerinnen und Yogalehrer
- Lehrende in Ausbildung
- Lehrer/innen, die mit sehr unterschiedlichen Menschen und Bedürfnissen arbeiten
- Yogalehrende, die ihre Unterrichtssprache, Präsenz und Wahrnehmung verfeinern möchten
- Lehrende mit Interesse an traumasensibler, körperorientierter und psychologisch informierter Yogapraxis
Eine regelmäßige eigene Yogapraxis und Unterrichtserfahrung beziehungsweise die Teilnahme an einer Yogalehrer-Ausbildung werden vorausgesetzt.
FormatDas Wochenende verbindet theoretische Klärung, praktische Erfahrung, Reflexion und konkrete Übertragung in den Yogaunterricht.
Die Teilnahme ist in Präsenz oder online möglich. Für die praktische Vertiefung wird die Präsenzteilnahme empfohlen.
Teilnahmegebühr:- 260 € Präsenz
- 180 € Online
Bei gleichzeitiger Anmeldung zu zwei oder mehr Fortbildungen gilt eine Ermäßigung von 10 % auf den Gesamtpreis. (Die Ermäßigung gilt nur bei gleichzeitiger Anmeldung.)Hier findest Du eine Übersicht aller Fortbildungen für Yogalehrende.